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Gleichstellungsbüro der Stadt Göttingen
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37083 Göttingen
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Haupt- und ehrenamtliche Aktive des Netzwerkes Antidiskriminierung sowie Referent:innen ließen beim Treffen am 29. August das bisher Erreichte Revue passieren und richteten mit dem neuen Vorhaben „Vielfalt ist Zukunft – Chancengleichheit als strategischem Investment für Wirtschaft und Gesellschaft in der Region Göttingen“ den Blick nach vorn.
Auf dem Podium, moderiert von Netzwerkexpertin Martina Helmcke, widmeten sich den verschiedenen Aspekten: Heike Fritzsche (Antidiskriminierungsstelle des Bundes), Christine Müller (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Göttingen), Daniela Jeksties (Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Göttingen), Heike Sieber (Netzwerkkordination respekt*land), Dr. Anişoara Moldovan (Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen, Göttingen) und Nils Pagels (ZOOM, Gesellschaft für prospektive Entwicklungen e.V.).
Das Netzwerk Antidiskriminierung wurde im Dezember 2023 von Stadt und Landkreis Göttingen gegründet. Träger ist das Gleichstellungsbüro der Stadt Göttingen in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle des Landkreises, gefördert durch das Programm „respekt*land“ des Bundes. Als interkommunales Projekt mit starker zivilgesellschaftlicher Beteiligung sei das Modell Göttingen eine Besonderheit, wie Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und Landrat Marcel Riethig in ihren übermittelten Grußworten nicht ohne Stolz deutlich machten. „Die politischen Gremien wirken nach innen, die Zivilgesellschaft nach außen“, ergänzte Heike Fritzsche. Und in dieser Kombination kämen auch viele verschiedene Akteur:innen miteinander ins Gespräch, sagte Nils Pagels. Eine Steuerungsgruppe hat nicht nur alle sechs im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) aufgeführten Merkmale im Blick (ethnische Herkunft oder rassistische Zuschreibungen, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Lebensalter, sexuelle Identität), so Christine Müller, sondern auch Aspekte wie sozialen Status und Fürsorgearbeit. Arbeitsgruppen befassen sich mit thematischen Schwerpunkten, darunter gesundheitliche Versorgung oder Barrierefreiheit in Praxen und in Gremiensitzungen, ergänzte Heike Sieber, und gehen Probleme ganz konkret an.
2024 wurde mit dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB) als Träger die Antidiskriminierungsberatung für Stadt und Landkreis Göttingen eingerichtet. Der VNB arbeitet seinerseits mit den Erst- und Verweisberatungsstellen zusammen, die bei Sozialverbänden, Vereinen, Mütter- oder Nachbarschaftszentren und anderen in Stadt und Landkreis angesiedelt sind, wie Dr. Anişoara Moldovan und Daniela Jeksties erläuterten. Damit gibt es jetzt in acht Städten und Gemeinden 30 Anlaufstellen in bestehenden und vertrauten Einrichtungen, Rat und Hilfe sind so auch in der Fläche erreichbar. Alle Anlaufstellen: Beratung – Respektland Göttingen. https://respektland-goettingen.de/beratung/