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Gleichstellungsbüro der Stadt Göttingen
Hiroshimaplatz 1-4
37083 Göttingen
Telefon: (0551) 400-3305
Telefax: (0551) 400-2887
E-Mail: gleichstellungsbuero@goettingen.de
Am 9. März findet bundesweit der intersektionale Frauenstreik statt. Initiiert wird der Streik unter anderem vom Töchterkollektiv, das zu feministischer Vernetzung und kollektiver Sichtbarkeit aufruft.
Der Frauenstreik macht auf strukturelle Ungleichheiten aufmerksam: auf die anhaltende Lohnungleichheit, auf geschlechtsspezifische Gewalt, auf ungleiche Verteilung von Macht und Ressourcen und insbesondere auf die enorme Menge an unsichtbarer, unbezahlter Sorgearbeit, die tagtäglich überwiegend von Frauen geleistet wird. Dazu zählen Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, emotionale Arbeit sowie organisatorische Verantwortung im privaten Umfeld. Diese Arbeit ist gesellschaftlich unverzichtbar und bleibt dennoch häufig unsichtbar und un- oder unterbezahlt. Der intersektionale Ansatz betont, dass Diskriminierung nicht eindimensional wirkt. Geschlecht überschneidet sich mit weiteren Faktoren wie Herkunft, sozialer Lage, Behinderung, Alter oder sexueller Identität. Der Frauenstreik richtet sich daher gegen Mehrfachdiskriminierung und für gerechte Strukturen für alle.
Wichtiger Hinweis zum rechtlichen Rahmen
Bei dem Frauenstreik handelt es sich nicht um einen Streik im arbeitsrechtlichen Sinne. Es besteht kein Streikrecht für diese Aktion. Beschäftigte, die sich beteiligen möchten, können hierfür ihre reguläre Mittagspause nutzen oder – sofern gewünscht und möglich – Urlaub bzw. Freizeitausgleich beantragen. Die zentrale Aktion in Göttingen ist daher bewusst in die Mittagszeit gelegt.
Einladung an alle Kolleg*innen
Alle Mitarbeitenden von Stadt und Landkreis Göttingen sind herzlich eingeladen, sich am 9. März um 12:00 Uhr am Hiroshima-Platz zu treffen. Von dort aus gehen wir gemeinsam in Richtung Gänseliesel.
Ab 12:30 Uhr finden am Gänseliesel kleinere Aktionen sowie ein gemeinsames Come-together rund um den intersektionalen Frauenstreik statt. Diese werden von Vertreterinnen des Frauen*Forum Göttingen gestaltet. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Begegnung und das gemeinsame Sichtbar-Machen feministischer Anliegen. Die bewegte Mittagspause bietet Raum für Gespräche, Vernetzung und ein solidarisches Zusammenkommen. Die bewegte Mittagspause wird vom Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) organisiert. Auch männliche Kollegen sind eingeladen, mitzumachen und sich so zu solidarisieren.
Zeichen setzen – auch im Privaten
Der Frauenstreik richtet sich ausdrücklich auch auf die unbezahlte und häufig unsichtbare Arbeit im privaten Bereich. Wenn möglich, pausieren Sie an diesem Tag auch Sorge- und Organisationsarbeit: Delegieren Sie Aufgaben, verschieben Sie Verpflichtungen oder machen Sie bewusst eine Unterbrechung. Jede Form der Sichtbarmachung zählt.
Der 9. März ist eine Gelegenheit, gemeinsam ein Zeichen für Gleichstellung, für die Wertschätzung von Sorgearbeit und gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu setzen.
Wir freuen uns über alle, die sich anschließen; ob im Austausch auf dem Weg, bei den Aktionen vor Ort oder durch eine bewusste Pause im Alltag.