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Frauenbüro - Stadt Göttingen

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27.06.2014
„Älter, bunter, weiblicher” eröffnet neue Perspektiven - in Teilzeit zur Altenpflegerin!

2013 erstellte das Frauenbüro der Stadt Göttingen im Rahmen des Landesprogramms „älter, bunter, weiblicher – Wir gestalten Zukunft!” die Expertise „Teilzeitausbildung in der Altenpflege”. Ziel war es unter anderem mit gelungenen Beispielen anzuregen, die Ausbildung für Menschen mit Pflege-/Erziehungsaufgaben attraktiv zu machen. Bereits die Erarbeitung wurde begleitet durch Fachgespräche mit Expertinnen und Experten vor Ort. Dazu gehörten Pflegeeinrichtungen und Pflegeschulen ebenso wie Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Erklärtes Ziel war es ein Modell zu entwickeln wie eine Teilzeitausbildung in 3,5 Jahren zum Erfolg führen kann.

2014 wird die praktische Umsetzung weiter verfolgt und von „älter, bunter, weiblicher” unterstützt. Die Berufsfachschule Altenpflege von ARBEIT UND LEBEN entwickelt ein Konzept, das von der Landesschulbehörde genehmigt wurde – Einrichtungen wie Behörden signalisieren ihre praktische Unterstützung.

Schon jetzt zeichnet sich eine große Resonanz ab –bereits zehn potenzielle Teilnehmerinnen haben ihr Interesse bekundet. Am 1. September beginnt dann die Ausbildung mit reduzierten Wochenstunden praktischer Ausbildung, mit theoretischem Unterricht im Block und ggfs. begleitenden Förderangeboten.

Unabhängig von Zahlen kann die Ausbildung auf jeden Fall stattfinden, da sie als „Kurs im Kurs” angelegt ist: Die Theorie von 36 Wochenstunden wird gemeinsam mit den Vollzeitauszubildenden gelernt. Die festen Unterrichtzeiten stimmen mit den üblichen institutionellen Betreuungszeiten überein. Während die Prüfungsvorbereitungen für die Vollzeitazubis laufen kann der praktische Teil für die Teilzeitazubis intensiviert werden – durchaus ein Vorteil für die Praxisstellen. Und ein Vorteil für die Auszubildenden: Ein Wechsel von Vollzeit zu Teilzeit und umgekehrt ist relativ problemlos möglich.

So ist dieses Modell gerade in der Mischung der verschiedenen Lebenslagen und der daraus erworbenen Kompetenzen vielversprechend für alle Beteiligten und lädt zur Nachahmung ein.

Fragen nach flexiblen Betreuungsangeboten z.B. auch bei Krankheit, finanzieller Existenzsicherung sowie ggfs. schnelle Krisenintervention und -bewältigung werden das Projekt als dauerhafte Herausforderungen begleiten. Sollten diese sich gut bewältigen lassen eröffnen sich neue attraktive Perspektiven in und für die Altenpflege.





PDF In Teilzeit zu Altenpflegerin (Großformat)

PDF In Teilzeit zu Altenpflegerin (Kleinformat)
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